3. Freitag im Monat

Grosse Bleiche 60-62
Mainz



DrYes (fiszbah, quantensprung)
Shinxx (piano house sessions)
bene (dorett, piano house)

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Maskenball
"The Gitter On The Wall!"
Vizuals
]Artstra[




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07.11

Die Kunst liefern diesmal Leo Leander Namislow (Freiraum), Sven Haeberlein und Christian Felder.

Leo Leander Namislow (Freiraum) (*83), Maler, Bildhauer und Illustrator aus Essen, bemalt live auf der Empore Packpapierbahnen. Namislows Sujet ist die von der Graffitikunst inspirierte surreale Figuration. Der performative Malakt kann live verfolgt werden und wird zeitgleich auf die über der Tanzfläche befindliche Leinwand übertragen.


Der Mainzer Studierende des Mediendesigns, Sven Haeberlein (*78), macht seit 2004 Kurzfilme und ist in der Kinobewegung (u. a. 48-Stunden Kinokabarett) tätig. Für die Raucherlounge des schonschöns entsteht exklusiv anlässlich des 8. Tanzcafé Kommandos eine Videoinstallation. Das Motto bezieht sich auf das spezifische Klima, die Geräuschkulisse und das Klientel der Raucherlounge. Der konkrete Inhalt wird an diesem Abend erstmalig als Überraschung präsentiert.

Erneut sehen wir den 1980 geborenen Mainzer Maler Christian Felder am Overheadprojektor. Er bespielt die Leinwand über der Tanzfläche mit liquiden, musikalisch bewegten Farbfeldern und zeichnet spontane Impressionen.


15.07.2011
22 Uhr
Eintritt 3 €





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An den Plattentellern DJane Mariposa im freien Doppel mit Maglianos Fabiano und Freden-K. Auf der Bühne findet sich um 22 Uhr die feine schweizer Band Papaceluma ein. Mit ihrem unberechenbaren Funk, mit einer wunderbaren Stimme und viel Groove trägt die Band Papaceluma (www.papaceluma.ch) seit bald zehn Jahren auf die kleinen und grossen Bühnen zwischen Basel und Mainz.



Das Motto der Videokunst in der Raucherlounge ist die Ästhetisierung des Zigarettenkonsums. Antje-Katrin Domke (*1988), Studierende der Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz bei Prof. Sabine Groß, zeigt in ihrem Video von 2010 die Silhouette einer rauchenden Frau. Während das Rauchen aufgrund seiner gesundheitsschädlichen Wirkung seit einigen Jahren einen Imagewechsel erlebt hat, politische Entscheidungsträger mit staatlichen Mitteln dem Rauchen entgegenwirken, die EG-weit beschlossene Richtlinie 2003/33/EG ein weitreichendes Verbot der Werbung für Tabakerzeugnisse vorgesehen hat und der Nichtraucherschutz seit 2007 für rauchfreie Zonen sorgt, bleibt das Rauchen für viele Individuen ein Genussmittel. Die Raucherlounge im schonschön ist beispielhaft für ein neben dem Nichtraucherraum gelegene Domizil mit ästhetischem Ambiente für Raucher.
Antje-Katrin, die sich selbst zu den Genussrauchern zählt, zeigt in ihrem Video die Schönheit aufsteigender Rauchkringel aus dem Mund einer Frau. Die harmonisch gerundete Form der Kringel wird mit den weiblich weichen Rundungen des femininen Gesichtes in optische Verbindung gebracht. Domke, die in ihren künstlerischen Arbeiten den Focus stets auf aus dem Kontext selektierte Alltagsdinge legt, zeigt den Prozess des genussvollen Rauchkringelausatmens vor einer strukturierten hellen Wand. Die Silhouette und der Rauch bilden einen dunklen Kontrast dazu. Indem die Geschwindigkeit auf 10 % reduziert wurde, ergibt sich eine ruhige, atmosphärische Stimmung, in der die Auflösung der vergänglichen Kringel in die Länge gezogen wird. Das Video dauert 2 Minuten und zeigt das Ausatmen einer einzigen Tabakinhalation im Loop.

Oliver Kelm (*1967) studierte von 1991 bis 1996 an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken bei Prof. Wolfgang Nestler mit Abschluss Diplom in Bildhauerei und Malerei. 1997 erfolgte die Ernennung zum Meisterschüler. Die Performance „Spidergirl“, die er exklusiv für das Tanzcafé Kommando entwickelt hat, greift die räumlichen Bedingungen, die besondere Situation einer Disco und Kunstveranstaltung auf und setzt sich kritisch mit dem Aufeinadertreffen von Selbstdarstellung und staatlicher Kontrolle auseinander.
Auf einem überdimensionalen Netz über der Tanzfläche liegt einer Spinne gleich eine Polizistin, die sich nach einer Zeit des unauffälligen Stillhaltens mit ihrer Kamera auf die Suche nach unter ihr befindlichen Opfern macht. Zitat Oliver Kelm: „Das Spidergirl begrüßt euch beim Tanzcafé Kommando und freut sich über euren Besuch. Das Spidergirl wacht über euch und bringt Geschenke. Das Spidergirl beobachtet euch und sorgt dafür, dass nichts vergessen wird.“

15.04.2011
22 Uhr
Eintritt 3 €





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Anne-Louise Hoffmann (*1984), Bildhauereistudierende an der Kunsthochschule Mainz zeigt in der Performance „First Prize Pony“ die Konditionierung des Tieres durch den Menschen.
Eine pferdehafte Kreatur versucht sich an der Vorführung von Figuren der klassischen Reitkunst. Verfremdungen und Brüche finden sich in der übersteigerten Kostümbildung durch farbenfrohe, voluminöse Preisplaketten, durch die offensichtliche Anwesenheit zweier menschlicher Körper unter der tierischen Hülle sowie durch Abschweifungen von den reitkünstlerischen Standards. Der tierische Bewegungsablauf geht schließlich unbemerkt in menschliche Tanzschritte über, an denen sich plötzlich auch die Trainerin beteiligt.
Auf dem im schonschön vorgesehenen Parcours in der Mitte der Tanzfläche wird der verstörend ästhetische Ablauf situationsbezogen und improvisiert vonstatten gehen. Vom hellen Licht beleuchtet ist die Performance von 21.30 – 22.00 Uhr bei entsprechender Stille zu sehen. Später wird ein Foto daran erinnern.




Sarah Mock (*1984), Studierende der Neun Medien an der Kunsthochschule Mainz, zeigt uns ihr HD-Video „und wenn der letzte Käfer“ von 2010.
Die Welt des Mainzer Barock ist ebenfalls von Brüchen gekennzeichnet. Eine futuristische Hochhausskyline verfremdet den Schauplatz genau wie das weiße Plastik des Interieurs und die leblose Fauna und Flora des Waldes. Eine Traumsequenz führt die helle Zivilisation mit der dunklen Natur zusammen. Dort folgt die Protagonistin einem Fasan. Währenddessen wird die Stadt „lebendig“, und auch das Dasein darin verändert sich... Die Bilder und Handlungen lassen eine philosophische Betrachtung über den Menschen als von der Natur entfremdeten Kulturwesen ebenso zu wie eine psychologische. Die tierischen Anteile, tote Bruchstücke des Selbst werden tief im Unbewussten „verspeist“, wobei sie dann doch nur teil des eigenen Selbst bleiben. Bei all dem kommt die Arbeit ohne Worte aus und lebt von ihren Bildern und Tönen, die keine Antworten liefern aber viele Fragen aufwerfen.
Der Film dauert 6 Minuten 33 und läuft im Loop die ganze Nacht in der Raucherlounge.




Katrin Baumgärtner (*1979) lebt und arbeitet in Seoul, Südkorea.
Die studierte Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Wien. 2007 hat sie ihr Diplom mit Auszeichnung bestanden und schloss als Magistra artium ab.
Auf der Leinwand über der Tanzfläche werden ihre Illustrationen im Stil der Graphic Novel aus dem Comic „Francesco – eine Mafia-Satire“, basierend auf das gleichnamige Hörspiel von Dominic Memmel, per Overheadfolie gezeigt. Die schwarz-weißen Zeichnungen zeichnen sich durch einen Wechsel aus licht schraffierten Umrisszeichnungen und kontrastiven Flächen aus. Collagen tauchen partiell auf und variieren den zumeist kantigen Linienstil um realistische Elemente. Die Zusammenarbeit der beiden läuft seit 2005 und wird voraussichtlich im Jahre 2011 abgeschlossen.


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Februar 2011

    

An den Overheads ist Julian Weber (Berlin) zu sehen, in Interaktion mit MC Maglianos Fabiano.


    

Ed Baga präsentiert seine Reihe Autosalon sowie Kunstwerke zum Mitnehmen.




Im Rauchersalon ist Anna-Lena Gremmes Film GO! zu sehen.


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Januar 2010



Den Overheadprojektor bespielt erneut Christian Felder, der - aus der klassischen Ölmalerei kommend - an den musikalisch bewegten Farbfeldern Gefallen gefunden hat. Die Liquidbassins werden diesmal mit opaken Körpern ergänzt.



Erstmalig und einmalig präsentiert Brandstifter die „Bürokratische Performanceaktion für prekäre GastronomiebesucherInnen“ mit dem V.E.B. Freie Brandstiftung. Auf der Galerie über der Tanzfläche werden Zahlungsengpässe bewilligt.



Die Partyzeichnerin Barbara Rößler widmet sich dem Partyvolk und den Tanzwütigen. Aus dem Modedesign kommend, setzt die Bildende Künstlerin ihren Fokus auf die besonderen Typen und die sie auszeichnenden Details. Was sie interessiert, befördert sie mit dem Copicstift aufs Blatt und koloriert es noch vor Ort. Die Originalzeichnungen können ab 10 Euro erworben werden.



Otto-Peter Boller, in der Mainzer Kulturszene als Stummfilmkenner bekannt, zeigt seine Filmcollage „Raucherlounge“. Aus dem Oeuvre des Regisseurs und Schauspielers Erich von Strohheim hat er dionysische Rauchszenen zu einer ganz eigenen Choreographie zusammengesetzt. In Slowmotion und im Loop wird das bitterböse Machwerk auf kleiner Leinwand gezeigt.

Wer es kann, sollte nach Möglichkeit tanzen, drei Animateure helfen ansonsten nach.

19. November 2010
22:00 Uhr (open end)
Eintritt 3 Euro

Kulturclub schon schön
Große Bleiche 60-62
55116 Mainz

Presse AZ



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